Mehrtagesfahrt nach Dresden (vom 06.05.2019 bis 10.05.2019)

Von langer Hand geplant, fuhren 22 Senioren/innen in der Zeit vom 06. bis zum 10. Mai 2019 in die wunderschöne sächsische Hauptstadt Dresden. Die Anreise war nicht ganz so entspannt wie erhofft, denn es waren viele Lastwagen unterwegs, die natürlich für Staus auf den Autobahnen sorgten. Unser Fahrer Wolfgang, von der Firma Strunk, meisterte jedoch jede Schwierigkeit und brachte uns nach 10 Stunden Fahrt zu unserem  Hotel Holiday Inn Am Zwinger. Dort angekommen, konnten sofort die Zimmer bezogen und anschließend das Abendessen eingenommen werden.

Das Hotel lag in unmittelbarer Nähe zum Zwinger und so war es möglich, dass wir uns nach dem Abendessen die Füße bei einem kleinen Spaziergang zum Zwinger bzw. in die Stadt vertreten konnten.  Alle empfanden es als wohltuend, denn das lange Sitzen im Bus war doch etwas ermüdend und anstrengend.

Am nächsten Morgen traf man sich zum ersten Mal mit der sehr netten und kompetenten Reiseleiterin Toni Facius , die unsere Reisegruppe während der nächsten 3 Tage begleiten sollte. Als erstes war ein Stadtrundgang angesagt, der die Gruppe gleich in den Zwinger führte. Nach einigen Erläuterungen hatten wir das Glück, die Melodie von den  Vier Jahreszeiten zu hören, die von Porzellanglocken aus Meißen erklangen. Diese Glocken hängen an einem der schönen Barocktore  und erklingen zu jeder Viertelstunde. Eine vollständige Melodie wird aber nur dreimal am Tag (morgens, mittags und abends) für die Dauer von jeweils ca. 5 Minuten gespielt.

Der große Postplatz lag unserer Toni sehr am Herzen, denn wir wurden ihr als Senioren von der Post bzw. Telekom angekündigt. Also erklärte sie diesen Platz sehr ausführlich. Hier befanden sich früher nicht nur die OPD sondern auch das Telegraphenamt. Heute sieht man viele Neubauten zu beiden Seiten des Platzes. Erhalten geblieben ist noch ein alter Kiosk. Dresden war nach dem Krieg sehr zerstört gewesen und es wurde vieles im neuen Stil wieder aufgebaut.

Weiter ging es zum Theaterplatz mit der Semper Oper, der alten Stadtwache, der Hofkirche und dem Stadtschloss. Interessant war auch der „Fürstenfeldzug“ an der Außenfassade des Schlosses. Hier handelt es sich um bemalte Meißner Porzellanfliesen. Um 12.00 Uhr traf sich die Gruppe in der Frauenkirche zu einer kleinen Andacht mit Orgelmusik. Im Anschluss gab es eine Erläuterung/Führung über die Frauenkirche, bei der alle Gäste sitzen blieben und den Ausführungen der Dame lauschten. Es war zum Teil sehr ergreifend.

Anschließend wurde die Gruppe vom Bus abgeholt und startete zur großen Stadtrundfahrt. Die Rundfahrt führte uns in die Außenbezirke Dresdens mit den herrlichen alten Jugendstil-Villen, deren Parks und grünen Anlagen bis hin zum „Blauen Wunder“, eine Brücke deren Stahlkonstruktion über die Elbe führt. Wunder deshalb, weil man keinen Mittelträger im Fluss brauchte. Die Brücke ist so gebaut, dass die Träger sich nur rechts und links am Ufer der Elbe befinden. Diese Konstruktion galt zu damaliger Zeit als Wunder. Da die Brücke mit blauer Farbe gestrichen wurde, bekam sie den Namen das „Blaue Wunder“.

Bevor wir wieder in die Altstadt zurückkehrten, besuchten wir noch einen kleinen Milchladen, der als der „schönste Milchladen der Welt“ gilt. Wie sich herausstellte konnte man diese Aussage nur bestätigen. An den Wänden waren Jugendstilfliesen mit wunderschönen, bunten Bildern zu sehen. Seit über 100 Jahren verkauft die Familie Pfund in diesem Laden ihre Molkereiprodukte und vieles mehr.

Der krönende Abschluss des Tages war um 22.00 Uhr eine Führung durch die hell erleuchtete Semper Oper. Wegen ganztägiger Proben auf der Bühne war die Besichtigung nur zu dieser späten Stunde möglich und somit ein wirklich schönes Erlebnis.

Am nächsten Morgen wurde die Gruppe wieder von Toni vor dem Hotel abgeholt. Diesmal stand ein ganztägiger Ausflug in die Sächsische Schweiz und zur Festung Königstein an.

Die Festung existiert seit 600 Jahren und gilt als älteste Grenzfeste Europas. So hoch oben auf dem Felsen bot sie einen imposanten Anblick. Der Ausblick von oben war bei dem schönen Wetter gigantisch. Man hatte einen Blick bis nach Tschechien und zum Erzgebirge. Nach dem Rundgang auf dem Plateau ging es wieder zurück in den Ort  Königstein. Dort bestieg die Gruppe ein Schiff und fuhr elbabwärts an dem Elbsandsteingebirge mit seinen bizarren Felsformationen vorbei bis nach Pirna. Das monotone Geräusch des Schaufelraddampfers ließ alle entspannen und die Fahrt auf der Elbe bei Sonne genießen.

In Pirna angekommen,  wurden wir bereits von der Reiseleiterin und dem Busfahrer erwartet. Mit dem Bus ging es dann weiter zum Schloss Pillnitz. Während einer Führung durch den wunderschönen und sehr vielfältigen Park konnten wir auch die 300 Jahre alte Kamelie bewundern. Sie war am Tag zuvor von ihrem gläsernen Schutzhaus befreit worden und stand in voller Schönheit im Freien. Da die eigentliche Blütezeit bereits vorbei war, konnten nur noch einige wenige Blüten entdeckt und bewundert werden. Den gesamten Park haben wir nicht zu sehen bekommen, dafür reichte die Zeit einfach nicht. Der Park ist so groß, da bräuchte man einen ganzen Tag um alles gesehen zu haben. Die meisten Teilnehmer waren froh als sie wieder im Bus saßen und zurück zum Hotel fahren konnten, denn dieser Tag war sehr anstrengend gewesen. Es gab so viele Eindrücke, die verarbeitet werden mussten.

Der folgende Tag verlief dann auch etwas ruhiger. Toni holte uns wieder vom Hotel ab und fuhr mit uns diesmal in die nördliche Richtung zum Schloss Moritzburg. In diesem Jagdschloss befindet sich die größte Ledertapetensammlung der Welt. Bei einer Führung wurde uns die Herstellung dieser einmaligen Exponate per Video erklärt und näher gebracht. Es war sehr beeindruckend.

Im Anschluss gab es noch einen kleinen Spaziergang, der uns an einem Lustschlösschen vorbei führte bis hin zum Sächsischen Meer. Dort hatte sich König August der Starke eine Mole mit einem Leuchtturm bauen lassen. Das ganze Ensemble sollte einen Hafen darstellen, in dem die Gäste mit größeren Booten einliefen, um dann auf der Festwiese zu feiern. Die Sachsen führten zu damaliger Zeit keine Kriege, feierten dafür aber viel und gerne. Man glaubt es kaum, sie spielten Krieg, indem sie die einlaufenden Boote mit Feuerwerkskörpern beschossen und sich königlich amüsierten.

Nachdem wir uns alles angesehen hatten und Toni noch die eine oder andere Anekdote zum Besten gab, fuhren wir wieder zurück nach Dresden. Der Nachmittag war frei und wir konnten ihn nach unseren Wünschen genießen bzw. gestalten. Einige hatten noch nicht genug Kultur gesehen und gingen in das Grüne Gewölbe. Andere besuchten nochmals die Frauenkirche und wieder andere liefen durch die Geschäfte um ein Mitbringsel zu ergattern. Das schöne Wetter war verlockend und so setzte sich so mancher noch in eines der vielen Straßencafés bevor man wieder ins Hotel zum Abendessen musste.

Damit ging eine schöne und erlebnisreiche Reise ihrem Ende entgegen. Die Rückfahrt am folgenden Tag verlief ruhig und gemütlich. Anfangs war es sehr still im Bus, denn alle hingen ihren Gedanken nach und waren am Abend dann doch froh, wieder zuhause zu sein.

EW

Bildergalerie Dresden 06.05. – 10.05.2019

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